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 Aktuell 

Sich für das Wohl der Schwachen einsetzen

Vernehmlassungsantwort der öffentlich-rechtlich anerkannten Kirchen zur Steuerreform 17

Die Reform der Unternehmenssteuern hat Auswirkungen auf das Gemeinwohl und betrifft in vielen Kantonen auch die Kirchgemeinden. Denn tiefere Erträge aus den Kirchensteuern von Unternehmen schränken deren Möglichkeiten ein, sich für das Wohl der Schwachen einzusetzen. Dies rufen die evangelisch-reformierte, die christkatholische und römisch-katholische Kirche in ihrer Vernehmlassungsantwort zur Steuerreform 17 in Erinnerung.

Grundsätzlich befürworten die Kirchen die eingeschlagene Richtung. Sie ermöglicht die Schaffung attraktiver Standortangebote für Unternehmen und schiebt gleichzeitig Riegel vor, damit die vorgeschlagenen Instrumente nicht auf Kosten des Gemeinwohls ausgenutzt werden. Zudem berücksichtigt die neue Vorlage des Bundesrates die Auswirkungen auf Städte und Gemeinden besser als die Unternehmenssteuerreform III.

In zwei Punkten schlagen die Kirchen jedoch Änderungen vor:

  • Erstens soll der Kantonsanteil an der direkten Bundessteuer erhöht werden. Nur so erhalten die Kantone den nötigen Spielraum für die Berücksichtigung der Städte, Gemeinden und Kirchgemeinden beim Ausgleich der Ertragsrückgänge.
  • Zweitens soll das Gesetz nicht nur dazu auffordern, bei der Umsetzung der Reform die Städte und Gemeinden zu berücksichtigen. Explizit sollen auch «die Finanzierung von dem Gemeinwohl dienenden Aufgaben» sowie die «Kirchgemeinden» erwähnt werden. 

Im Begleitschreiben erinnern die Kirchen an die Präambel der Bundesverfassung, gemäss der das staatliche Handeln sich am «Wohl der Schwachen» ausrichten soll, sowie an die besondere Bedeutung der kantonalen und der kommunalen Ebene für das soziale Engagement und für die Kirchenfinanzierung. Dem soll die Reform der Unternehmenssteuern Rechnung tragen.

Unterschrieben ist die Stellungnahme vom Ratspräsidenten des Evangelischen Kirchenbundes, Gottfried Locher, vom Bischof der Christkatholischen Kirche, Harald Rein, vom Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz, Charles Morerod, und vom Präsidenten der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz, Luc Humbel.

Vernehmlassungsantwort
Begleitschreiben Vernehmlassung

Weitere Auskünfte erteilen



©benevol Schweiz

«ICH BIN STOLZ DRAUF»

Dank Freiwilligenarbeit erst machbar – machbarer Dank für Freiwilligenarbeit

Leonie Neukomm besucht seit ihrem sechsten Lebensjahr den Kinder- und Jugendtreff ihrer Kirche. Heute engagiert sie sich dort als freiwillige Mitarbeiterin: «Es macht Spass die Freizeit mit den Kindern zu gestalten und so ihre Entwicklung zu fördern». Freiwilligenarbeit hat in der Kirche eine lange Tradition und verstärkt die Verbindung mit dem Glauben, der Gemeinschaft sowie der Gesellschaft. Doch die wertvolle Ressource Freiwilligenarbeit gerät durch herausfordernde berufliche Belastungen und das umfangreiche Freizeitangebot immer mehr unter Druck. Es gilt neue Wege zu gehen, um engagierte Personen zu finden und als Organisation attraktiv für Freiwillige zu bleiben.

Der neue online DOSSIER-Generator von BENEVOL, der Fachstelle für Freiwilligenarbeit, ist ein solcher Weg dazu, Freiwilligenarbeit angemessen wertzuschätzen. Er erleichtert den Freiwilligenverantwortlichen das Erstellen von arbeitsmarktkonformen Nachweisen über das freiwillige Engagement. Auf der Grundlage von 16 kirchlichen Tätigkeiten kann der DOSSIER-Generator in deutscher und französischer Sprache Empfehlungsschreiben generieren, welche für echte Wertschätzung und einen reellen Mehrwert in der Arbeitsbiografie von Freiwilligen sorgen.

Der DOSSIER-Generator für die Kirchen wurde von der RKZ und dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) grosszügig unterstützt.

DOSSIER-Generator – Funktionen Kirche
www.dossier-freiwillig-engagiert.ch 



© Jungwacht Blauring Schweiz

«Wer sind wir?» und «Wo wollen wir hin?»

Jungwacht Blauring erhält neues Leitbild

Seit 2011 – seit dem Startschuss des Projekts «jubla.bewegt» – war die Überarbeitung des Leitbilds von Jungwacht Blauring ein Thema. Eine Projektgruppe widmete sich die letzten Jahre intensiv einem möglichen Vorschlag und stützte sich dabei auf eine breite Vernehmlassung innerhalb des Verbands ab: Leitende und Jubla-Mitglieder auf regionaler, kantonaler und nationaler Ebene bestimmten in zahlreichen Workshops und per Online-Umfrage die einzelnen Inhalte bis ins Detail mit. An der Bundesversammlung vom 28./29. Oktober 2017 beschlossen die Delegierten von Jungwacht Blauring Schweiz schliesslich mit überwältigender Mehrheit, das neue Leitbild anzunehmen.

«Wer sind wir?» und «Wo wollen wir hin?» – diese Fragen beschäftigen Jungwacht Blauring. Mit dem Ziel, offen auf gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren und gleichzeitig auch altbewährten Traditionen Platz zu lassen, formuliert das neue Leitbild beispielhaft, wie sich Kinder und Jugendliche in Jungwacht Blauring einbringen und entfalten, wie sie ohne Leistungsdruck für eine gemeinsame Sache wirken und wie sie die Werte in unserer Gesellschaft von klein auf kennenlernen und mitgestalten. Das neue Leitbild führt unter anderem auch eine neue, zukunftsorientierte Formulierung des Grundsatzes «Glauben leben» ein, mit der sich wieder eine Mehrheit der Mitglieder identifizieren kann – in einer Sprache, die auch für Jugendliche und junge Erwachsene verständlich ist. Als Haltung bestärkt die Jubla ihre gelebte Offenheit bezüglich Konfessionalität ihrer Mitglieder, ohne dabei ihre Verbundenheit mit der katholischen Kirche aufzugeben. Im Jubla-Alltag werden bewusst Werte (vor-)gelebt, die sich aus christlicher Perspektive begründen lassen.

Broschüre neues Leitbild Jungwacht und Blauring

Haltungspapier Jungwacht und Blauring zu Glauben und Kirche

Erläuterungen Leitbild und Haltungspapier zuhanden kirchlicher Gremien



«Nahe sein bis zuletzt»

Ein Ratgeber für (pflegende) Angehörige und Freunde von schwerkranken Menschen

Die Begleitung eines schwer kranken Menschen ist für (pflegende) Angehörige und Freunde oft mit vielen Fragen und Herausforderungen verbunden. Der vorliegende Ratgeber möchte in dieser aufwühlenden Zeit ein verlässlicher Begleiter sein. Es geht um Fragen der täglichen Pflege, der Sterbebegleitung, aber auch um Anregungen im Umgang mit der eigenen Trauer. Das Buch zeigt, wie (pflegende) Angehörige sich selbst Sorge tragen und wo sie bei Bedarf um Unterstützung nachfragen können.

Winter-Pfändler, Urs (2018); Nahe sein bis zuletzt; Ein Ratgeber für (pflegende) Angehörige und Freunde (4. Auflage); 108 Seiten; St.Gallen (Edition SPI).

Bereits ist die vierte Auflage Ratgebers erschienen, welche die RKZ mit einem namhaften Beitrag unterstützt hat. Gegen 20‘000 Bücher wurden seit der Veröffentlichung im August 2016 verteilt und der Ratgeber ist nach wie vor gefragt. Das Buch mit vielen praktischen Tipps kann unter www.nahesein.ch kostenlos bezogen werden.

Pressemitteilung



Benno Schnüriger tritt Mitte 2018 zurück

Benno Schnüriger, Präsident des Synodalrats der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, tritt Ende Juni 2018 zurück. Persönliche Gründe führten zu diesem Entscheid. Benno Schnüriger präsidiert den Synodalrat, die Exekutive der katholischen Körperschaft im Kanton Zürich, seit 2007. Zudem ist Benno Schnüriger seit 2008 als Delegierter in der RKZ vertreten, wo er seit 2012 Präsident der Kommission für Staatskirchenrecht und Religionsrecht sowie seit 2014 Mitglied des Präsidiums ist.



Kirchen sollen Kommunikation wagen und mit digitaler Revolution mithalten

Interview mit Daniel Kosch zum RKZ Fokus 2017

Im Rahmen eines Interviews mit kath.ch blickt Daniel Kosch, Generalsekretär der RKZ, zurück auf den ersten RKZ Fokus zum Thema «Kirche(n) und Medien in digitalen Zeiten». Für ihn ist die Digitalisierung weit mehr als ein Medien- und Kommunikationsthema. Sie beeinflusst vieles andere in Gesellschaft und Kirche.  

Interview mit Daniel Kosch auf kath.ch



Datenbank Kirchenumnutzungen

Die online Datenbank Kirchenumnutzungen erfasst Kirchen, Kapellen und Klöster in der Schweiz, die in den letzten 25 Jahren eine Umnutzung erfahren haben bzw. deren Umnutzung vorgesehen ist. Die Datenbank vermittelt ein differenziertes Bild der unterschiedlichen Lösungen von Kirchenumnutzungen. Die Datenbank wurde für den zweiten Schweizer Kirchenbautag erstellt, welcher am 25. August 2017 stattgefunden hat.

Datenbank Kirchenumnutzungen

Schweizer Kirchenbautag 2017



Gilles Marchand & Beatrice Müller

Kirche(n) und Medien in digitalen Zeiten

Tagungsbericht zum RKZ Fokus vom 14. September 2017 in Bern

Glaube ist zur Option geworden und der Anteil der Distanzierten und Konfessionslosen an der Bevölkerung wächst. Gleichzeitig nimmt die Sehnsucht nach Sinn und nach einer tragfähigen Hoffnung zu. Zudem verändern Digitalisierung, Mobilität und ständige Erreichbarkeit die Kommunikationsgewohnheiten rasant.

Wie verhalten und positionieren wir uns – mit Blick auf die Fragen rund um Kirche, Medien und Kommunikation? Wie finden wir eine neue Sprache für die uralten Wahrheiten? Und wie erreichen wir die Menschen? Diesen und weiteren Fragen ging der RKZ Fokus 2017 in Bern mit Gästen aus Medien, Politik, Wissenschaft und Kirche nach.

Tagungsbericht



Was macht eigentlich genau das Netzwerk Katechese?

Geschichten aus der Mitfinanzierung

Herr Wakefield, sind seit 2014 Leiter des Netzwerk Katechese. Was steht im nächsten Halbjahr besonders gross in der Agenda des Netzwerkes?

Wir sind mitten drin: Gerade haben wir den neuen Lehrplan für die Deutschschweiz verabschiedet (www.LeRUKa.ch) und schliessen die Arbeitshilfe für den ök., heilpädagogischen Religionsunterricht inhaltlich ab. Nun läuft die Einführung des Lehrplans an, was sich bislang als sehr ertragreich erweist. Zudem bauen wir unsere Plattform reli.ch um, um unsere bisherigen Bemühungen besser zu bündeln.

Stellen Sie sich vor, Sie können Ihre Pläne in den nächsten drei Jahren erfolgreich umsetzen und erreichen all Ihre Ziele. Was ist dann anders? Woran merken Ihre Zielgruppen, dass sich etwas verändert hat?

Wenn wir unsere Ziele alle erreicht haben, ist die Religionspädagogik in der Schweiz besser vernetzt. Die Mitarbeitenden in den Pfarreien, Kantonen und Diözesen profitieren mehr voneinander und Projekte werden verstärkt gemeinsam entwickelt. Konfessioneller Religionsunterricht und Katechese wären klarer Profiliert. Das Leitbild Katechese im Kulturwandel der DOK von 2009 wäre umgesetzt.

Welche Rolle spielt freiwilliges Engagement beim Netzwerk Katechese? Was tun Sie, um freiwilliges Engagement zu fördern? Was für Zusatzkosten würden entstehen, wenn sie die freiwillige Arbeit bezahlen müssten?

Für das Netzwerk Katechese engagieren sich jährlich zwischen 40 und 60 Personen. Sie alle sind bei der Katholischen Kirche auf unterschiedlichen Ebenen angestellt, aber ihr Engagement ist freiwillig und liegt in der Regel jenseits der bereits ausgelasteten Arbeitszeit. Dafür erhalten sie wenig Ruhm, in der Regel keine Entschädigung, dafür aber die Möglichkeit, sich partizipativ einzubringen.

Sie erhalten der Mitfinanzierung jährlich einen Betriebsbeitrag. Welches ist der konkrete Gegenwert in Form von Leistungen zu Gunsten der Kirche?

Das Netzwerk Katechese realisiert Projekte, die für einzelne Diözesen oder Kantone zu aufwändig wären (z.B. Lehrplan, Arbeitshilfen). Zugleich trägt es dazu bei, dass Innovationen und Erfahrungen auch anderen bekannt und dadurch für andere nutzbar werden. Die Plattform reli.ch vernetzt katechetisch Tätige und trägt dazu bei, dass die Religionspädagogik Schweiz "katholischer" wird.

Wenn Sie als Institution einen Wunsch an die Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz (DOK) richten könnten: Was würden Sie sich wünschen?

Aus operativer Sicht wäre dies, früher zu wissen, welche Gelder im kommenden Jahr zur Verfügung stehen. Mit Blick auf das Netzwerk Katechese würde ich mir von der DOK vor allem wünschen, dass sie stärker der Digitalisierung auf den verschiedenen Ebenen Rechnung trägt und die verschiedenen Institutionen ermutigt, diesen Prozess mit Zuversicht, Kreativität und Offenheit zu begleiten.

 Steckbrief

Gründungsjahr2010
Wichtigste Dienstleistungen
  1. Vernetzung der religionspädagogisch Tätigen in der Deutschschweiz
  2. Vernetzung der religionspädagogischen Institutionen und Gremien in der Deutschschweiz
  3. Impulsgebung durch Umsetzung des Leitbilds Katechese im Kulturwandel und des Lehrplans für den konfessionellen Religionsunterricht und die Katechese in der Deutschschweiz 
ÄltesteR MitarbeiterIn49 Jahre 
JüngsteR MitarbeiterIn34 Jahre
Anteil FO/RKZ-Beitrag am Gesamtbudget2018: 60-80%
Link zur Websitewww.reli.ch/netzwerk-katechese/


LeRUKa

Seit dem 01.08.2017 gilt für die Katholische Kirche Deutschschweiz ein neuer Lehrplan

Mit Zustimmung der Konferenz Netzwerk Katechese und auf Beschluss der Deutschschweizerischen Ordinarienkonferenz (DOK) haben die Bischöfe der Deutschschweiz den Lehrplan für den konfessionellen Religionsunterricht und die Katechese (LeRUKa) per 1. August 2017 in Kraft gesetzt und den Kantonen zur Umsetzung übergeben. Damit tritt ein zentrales Projekt des Netzwerks Katechese in die Umsetzungsphase und wird die Arbeit in den Pfarreien für die nächsten Jahre massgebend (mit)prägen und die katechetisch Tätigen bei ihrer Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen unterstützen.

Weitere Informationen und Unterlagen zu LeRUKa findet man unter www.leruka.ch

Das Netzwerk Katechese wird von der Mitfinanzierung mit einem Beitrag in der Höhe von CHF 110‘000 unterstützt.



© Pfarrei Herz Jesu Wiedikon

«Vielfalt leben – Pfarreien und katholische Missionen feiern Liturgie»

Einladung zur Tagung des Liturgischen Instituts vom 29./30. Januar 2018 in Zürich

Seit dem Beginn der Kirche am Pfingsttag steht fest: Es gibt nicht die Sprache der Kirche und es gibt auch nicht die Kultur der Kirche. Gott wird in allen Sprachen und Kulturen verkündet und gehört, Gott wird in allen Sprachen und Kulturen gefeiert. Und deshalb gibt es auch in der katholischen Kirche verschiedene Frömmigkeitsformen je nach Herkunft und Heimat und unterschiedliche Akzente bei der Feier von Gottes-diensten in verschiedenen Kulturen. Durch Migration kommen sich Katholikinnen und Katholiken unterschiedlicher Herkunft und Kulturen ganz nah – eine grosse Chance!

Die Tagung «Vielfalt leben – Pfarreien und katholische Missionen feiern Liturgie» am 29. und 30. Januar 2018 beschäftigt sich mit eben dieser Chance aber auch den Schwierigkeiten gemeinsamer Gottesdienste von Schweizer Pfarreien und anderssprachigen Gemeinden. Im Rahmen der Tagung werden positive Erfahrungen ausgetauscht und gute Good-Practice-Modelle vorgestellt, die zeigen, wie es gelingen kann, dass Katholikinnen und Katholiken verschiedener Sprache, Herkunft, Kultur und Frömmigkeit selbstverständlicher gemeinsam Gottesdienst feiern.

Hier geht es zum Programm

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©Bruder-Klausen-Stiftung

MEHR RANFT

Programm zum Gedenkjahr «600 Jahre Niklaus von Flüe»

Die ersten der insgesamt elf Kern- und über 90 Mitmachprojekte zum Gedenkjahr «600 Jahre Niklaus von Flüe» sind bereits erfolgreich gestartet. Unter dem Leitmotiv «MEHR RANFT» wird das Bewusstsein für den Mystiker, Mittler und Menschen Niklaus von Flüe sowie seiner Frau Dorothee Wyss weit über die Kantonsgrenzen hinaus gestärkt und in alle Landesteile der Schweiz getragen.

Die RKZ und verschiedene kantonalkirchliche Organisationen unterstützen das Gedenkjahr mit namhaften Beiträgen.

Mehr Informationen zum Gedenkjahr 2017: www.mehr-ranft.ch
MEHR RANFT Programmflyer
Flyer zur Vortrags- und Gesprächsreihe «Nachdenken über Niklaus von Flüe»