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 Aktuell 

Bild: Roland Juchem (rechts) mit Papst Franziskus, zVg

Unser Mann in Rom

Einladung zum Gespräch mit Roland Juchem über seine Arbeit als Vaticanista - Eine Veranstaltung in Kooperation mit kath.ch.

Roland Juchem spricht am 25. Oktober 2020 in der Paulus Akademie in Zürich mit kath.ch-Redaktionsleiter Raphael Rauch über seine Arbeit als Vaticanista, über die Widersprüche in Franziskus‘ Pontifikat und warum manche Kardinäle die Frauenfrage anders sehen als viele in der Schweiz. Der Eintritt ist gratis.

Weitere Informationen und Anmeldung



«Wenn über Nacht ein Wunder geschieht»

Statements von kirchlichen Funktionär*innen und Mitarbeitenden anlässlich des RKZ Fokus 2020.

Stellen Sie sich vor, über Nacht ist ein Wunder geschehen und am anderen Morgen ist die Kirche so, wie Sie sich diese wünschen. Was ist dann anders?

Stellen Sie sich vor, Sie bekämen einen Zauberstab und könnten damit konkrete Dinge in der Kirche verändern. Welche Veränderungen würden Sie als erste herbeizaubern? 



Unterbrechen, aufbrechen, ausbrechen – Anstösse auf dem Weg zu einer glaubwürdigen Kirche

Medienmitteilung zum RKZ Fokus vom 14. September 2020.

Offener und bescheidener, politischer, mit gleichberechtigten Frauen, kohärent im Sein und im Handeln – so sieht die Kirche morgen aus, wenn über Nacht ein Wunder geschieht. Mit Stimmen aus der ganzen Schweiz lud die RKZ ihre Gäste am jährlichen nationalen Anlass zur Spurensuche für die Erneuerung ein. «Weltweite Mutausbrüche» wünschte sich RKZ-Vizepräsident Roland Loos und lancierte damit das Leitmotiv, das alle Mitwirkenden aus ganz unterschiedlichen Perspektiven bekräftigten: Mut zu radikalen Veränderungen – kleinen und grossen.

Medienmitteilung vom 29. September 2020

Videos zum Anlass «Wenn über Nacht ein Wunder geschieht»



Shiva begegnet SUVA

Ausstellung und Veranstaltungsreihe zu Religion und Staat vom 10.8. bis 12.12.2020 im Polit-Forum Bern

Für viele Menschen ist der Glaube eine private oder gemeinschaftliche Angelegenheit. Und doch gibt es in unserem Alltag Situationen, wo religiöse Vorstellungen und staatliche Regelungen aufeinandertreffen: Die Weihnachtslieder in der Schule, der Platz auf dem Friedhof oder die Arbeitssicherheit beim Tempelbau. Darüberhinaus bestehen vielfältige Beziehungen des Staates mit Kirchen und Religionsgemeinschaften: In den meisten Kantonen dürfen die anerkannten Kirchen Steuern erheben. Zudem haben sie Zugang zu Schulen, Spitälern und Gefängnissen. Oder sie nehmen Aufgaben wahr, die der ganzen Gesellschaft zu Gute kommen und werden daher vom Staat unterstützt: Sie stehen Menschen in Not bei, vermitteln in ihrer Bildungsarbeit Werte, die das Gemeinwohl stärken, oder helfen Zugewanderten bei Integration.

Die Ausstellung und die Veranstaltungsreihe des Polit-Forums Bern greifen diese Themen auf. Sie zeigen, dass für diese Berührungspunkte zwischen Religion und Staat pragmatische Lösungen gefunden werden und wie sie unseren Alltag beeinflussen. Und sie stellen offene Fragen zur Diskussion. Angesprochen sind Jugendliche und Erwachsene, Einzelne und Gruppen, die sich für das Thema interessieren, ganz gleich, wie sie der Religion gegenüberstehen und ob sie einer Glaubensgemeinschaft angehören oder nicht. Das Polit-Forum bietet auf Anfrage gratis Führungen zur Ausstellung an.

Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) unterstützt diese Ausstellung gemeinsam mit der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS). Gemeinsam gehören Sie auch der Trägerschaft des Polit-Forums Bern an. Damit machen sie sichtbar, dass politische Bildung, Pflege der Demokratie und der Dialog zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren aus Sicht der Kirchen wichtig sind und dass die Kirchen mit Politik und Gesellschaft im Gespräch sind.

Die Ausstellung dauert vom 10. August bis am 12. Dezember 2020. Informationen zu den Öffnungszeiten und zum Veranstaltungsprogramm finden Sie hier



Pastoral in den Kontexten menschlicher Mobilität und Migration

Berufsbegleitende und zertifizierte Weiterbildung für mobilitäts- und migrationssensible Menschen in Kirche und zivilgesellschaftlichen Organisationen

Sie werden in Ihrem beruflichen und ehrenamtlichen Umfeld von menschlicher Mobilität und Migration herausgefordert?
Sie möchten Ihre Kompetenzen in Fragen rund um menschliche Mobilität und Migration in Kirche und Gesellschaft erweitern?

Der Weiterbildungsstudiengang (CAS) Pastoral in den Kontexten menschlicher Mobilität und Migration an der Universität Fribourg bietet Ihnen diese Kompetenzerweiterung an. Sie erarbeiten die einzelnen Module neben Ihrem Beruf und entsprechend Ihrer zeitlichen Möglichkeiten. Ihnen zur Seite stehen internationale Expertinnen und Experten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich.

Der neue Kurs beginnt im März 2021. Schon jetzt nehmen wir Ihre Anmeldung gerne entgegen! Weitere Informationen zum CAS-Studiengang finden Sie hier



«Fusionen von Kirchgemeinden werden an Bedeutung gewinnen»

Interview mit Lorenz Bösch, dem neuen Schwyzer Kirchenpräsidenten und RKZ-Delegierten, im Einsiedler Anzeiger vom 30. Juni 2020.

Am 19. Juni 2020 wurde Lorenz Bösch zum neuen Präsidenten des Kirchenvorstandes der Röm.kath. Kantonalkirche Schwyz als Nacholger von Werner Inderbitzin gewählt. In einem Interview im Einsiedler Anzeiger steht der künftige RKZ-Delegierte Red und Anwort zum Umgang mit dem Bistum Chur: «Ich hoffe, dass der zukünftige Bischof mutige Antworten auf die Bedürfnisse der Zeit und der Gläubigen hat und gibt.»



© Monica Schulthess Zettel, EKS

Spannungsgeladene Beziehung: Ausstellung nimmt das Verhältnis von Kirche und Staat unter die Lupe


Was macht eigentlich genau der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF)?

Geschichten aus der Mitfinanzierung SBK-RKZ

Frau Ottiger, seit gut 12 Jahren leiten Sie die Geschäftsstelle des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF), seit 2019 teilen Sie sich die Geschäftsführung mit Frau Regula Ott. Was steht im nächsten Halbjahr besonders gross in der Agenda des SKF?

Kultur und Arbeitsweise innerhalb des Verbandes sind zu überprüfen. Im Rahmen der Digitalisierung braucht es eine Analyse, an welchen Stellen im Verband Veränderungen sinnvoll sind, damit die wertvolle Arbeit der Frauengemeinschaften weitergeführt werden kann. Der SKF nimmt bei den Reformbewegungen innerhalb der katholischen Kirche eine tragende Rolle ein.

Stellen Sie sich vor, Sie können Ihre Pläne in den nächsten drei Jahren erfolgreich umsetzen und erreichen all Ihre Ziele. Was ist dann anders? Woran merken Ihre Zielgruppen, dass sich etwas verändert hat? 

Der Erneuerungsprozess der katholischen Kirche ist im vollen Gange. Frauen sind gleichberechtigte Mitglieder einer glaubwürdigen Kirche. Durch Frauen geleistete Freiwilligenarbeit wird gewertschätzt und anerkannt. Unsere Social media Kanäle werden genutzt und weiterverbreitet. Unsere Werte werden in aktuelle Diskurse, sowie in die kirchliche und gesellschaftliche Öffentlichkeit eingebracht.

Welche Rolle spielt freiwilliges Engagement beim SKF? Was tun Sie, um freiwilliges Engagement zu fördern? Was für Zusatzkosten würden entstehen, wenn sie die freiwillige Arbeit bezahlen müssten? 

Ein Grossteil unserer Mitglieder ist in Ortsvereinen organisiert und leistet dort, in den Pfarreien und Gemeinden, wertvolle Arbeit für die Gemeinschaft, für Bedürftige und für den sozialen Zusammenhalt . Wir fördern dieses unbezahlbare Engagement in Form von Kursen zum Vereinsmanagement, gesellschaftspolitischen Fragen und Spiritualität.

Sie erhalten von der Mitfinanzierung SBK-RKZ jährlich einen Betriebsbeitrag. Welches ist der konkrete Gegenwert in Form von Leistungen zu Gunsten der Kirche? 

Der SKF ermächtigt Frauen durch fachgerecht erarbeitete Positionierungen dazu, eine Haltung zu wichtigen ethischen, politischen und sozialen Fragen der Zeit einzunehmen. Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur spirituellen Beheimatung von Frauen. In Form eines breitgefächerten Bildungsangebots, durch Coachings und Beratung bietet der SKF Möglichkeiten, das Vereinsleben zukunftsfähig zu gestalten.

Der SKF wurde von der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) zu einem Gedankenaustausch im Zuge des Prozesses «Gemeinsam auf dem Weg für die Erneuerung der Kirche» eingeladen. Die Gespräche finden im Rahmen der nächsten ordentlichen Vollversammlung der SBK kommenden September 2020 statt. Welche Erwartungen und was für Resultate erhofft sich der SFK von diesen Gesprächen? 

Die SBK geht den Weg zur Erneuerung der Kirche nun doch auf nationaler Ebene an. Die Begegnung ist einzigartig und hat es in so einer Form noch nie zuvor gegeben. In Workshops sollen Erwartungen an eine aufbauende und gleichberechtigte Kirche formuliert und das Vorgehen zur Umsetzung vereinbart werden.

Steckbrief Schweizerischer Katholischer Frauenbund (SKF)

Gründungsjahr
 
1912
 
Wichtigste Dienstleistungen
 
1. Anwaltschaftliche Einflussnahme für Geschlechtergerechtigkeit
2. Förderung und Unterstützung der Freiwilligenarbeit
3. Kirchliche und spirituelle Heimat bieten
 
Älteste Mitarbeiterin
 
62 Jahre alt
 
Jüngeste Mitarbeiterin
 
34 Jahre alt
 
Anteil Mitfinanzierungsbeitrag
am Gesamtbudget

 
20%
 
Link zur Webseitewww.frauenbund.ch



© ray sangga kusuma

Auch ohne Corona viel Solidarität

Freiwilligen-Monitor 2020

Alle 4 Jahre wird in der Schweiz der freiwillige Einsatz zum Wohl von Mensch, Gesellschaft und Umwelt mit einer landesweiten Befragung erforscht. Der Freiwilligen-Monitor Schweiz informiert über den aktuellen Stand des unbezahlten gesellschaftlichen Engagements und bringt in Erfahrung, warum sich Personen inmitten einer monetär geprägten Welt ohne Lohn fürs Gemeinwohl einsetzen und so den Zusammenhalt und die Lebendigkeit der Gesellschaft fördern. 

Der Freiwilligen-Monitor Schweiz 2020 hat drei Bereiche genauer untersucht: Erstens wurde nach den Gründen gefragt, warum Menschen nicht mehr oder noch nicht freiwillig tätig sind und unter welchen Umständen sie sich in bestimmten Bereichen freiwillig engagieren würden. Es wurde zweitens differenziert nach den dank unbezahlten Engagements Begünstigten gefragt, um künftig Freiwilligenarbeit und Angehörigenbetreuung besser zuordnen zu können. Und drittens wurden die Formen finanzieller Vergütungen und Entschädigungen genauer erfragt, um künftig unbezahlte Freiwilligenarbeit und entschädigtes gemeinnütziges Engagement klarer unterscheiden zu können.

Gerade in der Corona-Krise haben Bundesämter und Kantone, Unternehmen und Schulen den Wert des freiwilligen Engagements stärker entdeckt und Freiwilligenarbeit als Quelle und Ausdruck einer lebendigen und solidarischen Gesellschaft erlebt. Wenn die verschiedenen gesellschaftlichen Akteure das freiwillige Engagement vermehrt gemeinsam fördern, stehen die Karten gut, dass wir auch künftig gesellschaftlichen Herausforderungen mit innovativen Lösungen erfolgreich begegnen werden.

Hier können Sie das Buch kostenlos als Open Access Publikation beziehen

Markus Lamprecht, Adrian Fischer, Hanspeter Stamm (Hrsg.); Freiwilligen-Monitor Schweiz 2020; 144 Seiten, Juni 2020.