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 Aktuell 

Mit Renata Asal-Steger übernimmt eine Frau das Präsidium der RKZ

Medienmitteilung zur Plenarversammlung der RKZ vom 29./30. November 2019 in Zürich

Zwei Höhepunkte prägten die letzte Plenarversammlung der RKZ in der Amtsdauer 2018-2019: Die Aufnahme der Schwyzer Kantonalkirche und die Wahl von Renata Asal-Steger zur Präsidentin der Zentralkonferenz. Daneben gaben weitere wichtige Geschäfte zu reden: Der «Gemeinsame Weg zur Erneuerung der Kirche», die Erneuerungswahlen für sämtliche Gremien, die Revision des Schlüssels für die RKZ-Beiträge, der Abschluss von Leistungsvereinbarungen und teils kontroverse Finanzentscheidungen.

Medienmitteilung vom 3. Dezember 2019



©Peter Schulthess

the swiss prison photo project

Eine Ausstellung über fotografische Einblicke in Schweizer Gefängnisse.

Die Ausstellung the swiss prison photo project im Polit-Forum Bern im Käfigturm gibt vom 15. November 2019 bis am 04. April 2020 einen aktuellen Einblick in die Einrichtungen des Freiheitsentzugs der Schweiz. Grossformatige Farbfotografien von Peter Schulthess zeigen Augenblicke der Realität hinter Gittern und Mauern und vermitteln einen Eindruck vom Alltag, den Lebens-, Arbeits- und Freizeitbereichen der Gefangenen.

Mehr Informationen zur Austellung

Die Ausstellung wird von zahlreichen Podiumsveranstaltungen zu Themen rund um den Justizvollzug begleitet, u.a.:

  • 27. Januar, 22. und 29. Februar 2020: Schuld und Strafe, Sühne und Vergebung – wozu eigentlich Freiheitsentzug? 
    Straftaten verlangen danach, geahndet und nach geltendem Recht bestraft zu werden. Ist die mit einem Vergehen verbundene Schuld mit der Verbüssung einer Gefängnisstrafe beglichen – für den Täter,  in Opfer, das gesellschaftliche Rechtsempfinden? Was trägt der Strafvollzug im Gefängnis zur Bewältigung einer Straftat bei – oder auch nicht? Drei Fachpersonen lassen an ihren unterschiedlichen Perspektiven auf diese Fragestellungen teilhaben und laden ein zu einer Führung mit anschliessendem Gespräch.
    Flyer zu den Führungen für Kirchgemeinden oder Kirchenmitglieder

  • 3. März 2020: Gefängnisseelsorge für alle?
    Die Gefängnisseelsorge ist in der Schweiz traditionell christlich geprägt. In den Justizvollzugsanstalten sind allerdings viele Religionen vertreten. Im Rahmen einer Podiusmsdiskussion wird den Fragen nachgegangen, wie Seelsorgende auf unterschiedliche Glaubensbekenntnisse eingehen? Welche Rolle spielt Religion bei der Bewältigung des Gefangenenalltags? Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit RKZ, SEK und SRK.
    Mehr Informationen/Andmeldung



Katholische Kirche in der Schweiz: viele Mitglieder, fragile Zugehörigkeit

Aktuelle Kirchenstatistik 2018 des SPI

Die katholische Kirche in der Schweiz erreicht mit rund 2.9 Millionen Gläubigen eine historisch hohe Mitgliederzahl. Grund dafür ist die Migration. Zwar ist mit dem Abflauen der Einwanderungszahl in den letzten Jahren auch die Zahl der Katholikinnen und Katholiken leicht gesunken, im langjährigen Vergleich fehlt es der Kirche aber keineswegs an Mitgliedern.

Austritte gestiegen, Eintritte auch

Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Kirchenaustritte um mehr als einen Viertel auf 25'366. Der Grund liegt vor allem in häufigen Nachrichten über Missbrauch und Vertuschung in der katholischen Kirche weltweit. Diese Berichte stellen häufig konkrete Anlässe dar, um eine ohnehin schwach gewordene Kirchenbindung endgültig zu beenden. Zwar ist auch die Zahl der katholischen Kircheneintritte im 2018 gestiegen, allerdings werden mit 1121 Kircheneintritten die Austritte keinesfalls kompensiert.

Fragile Kirchenbindung

Ein Kirchenaustritt ist oft der Schlusspunkt einer Entfremdungsgeschichte, die sich über Generationen hinweg entwickeln kann. Die Kirchenbindung wird dabei immer fragiler. Kirchenstatistisch zeigt sich die Brüchigkeit der Verbindung mit der Kirche vor allem an zwei neuralgischen Punkten: kirchliche Eheschliessung und Taufe.

Besonders stark ist der Abbruch der Kirchenbindung durch Ausfall der Taufe in der Westschweiz verbreitet. Hier wurde 2018 nur noch gut jedes zweite Kind mit katholischer Familienherkunft getauft. Eine vergleichsweise hohe Taufquote gibt es dagegen in den Bistümern St. Gallen und Lugano. Hier wurde eine Taufquote zwischen 75% bis über 80% erreicht.

Pastorale Herausforderung

Die katholische Kirche ist durch diese Befunde herausgefordert. Sie muss pastorale Antworten auf die fragil gewordene Bindung ihrer Gläubigen geben. Insbesondere die Paar- und Familienpastoral verdient dabei mehr Augenmerk und Sorgfalt.

Analysebericht Kirchenstatistik 2018
Kirchenstatistikwebsite des SPI



«Ich trage gerne und begeistert Führungsverantwortung»

St.Galler Katholiken wählen Raphael Kühne zu ihrem neuen Präsidenten

Das «Katholische Kollegium» (180-köpfiges Kirchenparlament des Kantons St.Gallen) wählte an seiner konstituierenden Sitzung vom 19. November 2019 den Rechtsanwalt Raphael Kühne zum neuen Präsidenten des Administrationsrates, der siebenköpfigen Exekutive des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen. Er folgt auf Martin Gehrer, der aus beruflichen Gründen nicht mehr zu einer zweiten Amtsdauer antritt. Raphael Kühne gehört bereits seit 2014 als Verantwortlicher für das Ressort «Aufsicht und Kirchgemienden» dem Administrationsrat an.

Medienmitteilung



Mit Überzeugungsarbeit zur Volljährigkeit geführt

Am Samstag 16. November 2019 feierte die Römisch-katholische Kantonalkirche mit rund 100 Gästen ihren 20. Geburtstag im Kloster Einsiedeln.

Gemäss dem langjährigen Sekretär der Schwyzer Kantonalkirche, Linus Bruhin, brauchte es in den letzten 20 Jahren «viel Überzeugungsarbeit, um die ganze Organisation auf die Beine zu stellen». So wurde die eigenständige Verfassung erst 2015 im dritten Anlauf vom Kirchenvolk angenommen. Darauf aufbauend konnten dann die entsprechenden Gesetze für die Übernahme der Trägerschaft der Fremdsprachenseelsorge und der Katechetischen Arbeitsstelle erarbeitet und vom Kirchenparlament verabschiedet werden. «Mit dem Beitritt zur RKZ in diesem Sommer, hat die Kantonalkirche nun ihre Volljährigkeit erreicht», findet Werner Inderbitzin, der auf das kommende Jahr abtretende Präsident des Kantonalen Kirchenvorstandes.

«Gerade der Beitritt der Schwyzer Kirche zur RKZ zeigt, dass das duale System auch heute überzeugt und zukunftsfähig ist» erläuterte Luc Humbel, Präsident der Römisch-katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ), in seinem Referat zum dualen System. Luc Humbels Vision einer Kirche ist deshalb: «Noch schöner und stimmiger wäre, wenn schon bald auf diese Begrifflichkeit verzichtet werden könnte, weil die partizipative Mitwirkung der Gläubigen nicht weiter dual gedacht und gelebt würde, sondern als Ausdruck von Zusammengehörigkeit, Lebendigkeit und Bereitschaft zum Miteinander in einer Kirche. Der Weg dazu ist noch weit – aber er wird nicht nur in der Schweiz und in Deutschland gesucht, sondern auch in anderen Teilen der Weltkirche, zum Beispiel im fernen Amazonien.

Referate und Medienbericht



Bischofswahl

Ein Beitrag der Serie «Katholisch für Anfänger», welche auf einfache und humorvolle Art zentrale Begriffe aus Kirche und Christentum erklärt.

 In dieser Folge geht es um die Frage, wie ein Bischof gewählt wird. Insbesondere in der Schweiz.

Die Filme der Reihe Katholisch für Anfänger werden von der Firma media.plus X im Auftrag der apg für katholisch.de produziert. Sie machen Schlüsselthemen der Kirche auf humorvolle Art verständlich. Dank einer Vereinbarung zwischen reli.ch, der Webseite für Religionsunterricht und Katechese des Fachzentrums Katechese der Universität Luzern, und der apg können alle Filme der Reihe Katholisch für Anfänger frei zugänglich gemacht, Filme auf Schweizer Verhältnisse angepasst und eigene Filme produziert werden. Diese sind mit einem Label als Swiss-Edition kenntlich gemacht. So stellt reli.ch sicher, dass alle Folgen Schweiz-kompatibel sind.



Pastoral im Kontext des dualen Systems der katholischen Kirche in der Schweiz

Öffentliche Vorlesungsreihe des Zentrums für vergleichende Pastoraltheologie, Universität Fribourg.

Im Rahmen einer öffentlichen Vorlesungsreihe widmen sich Erwin Tanner, Generalsekretär SBK, und Daniel Kosch, Generalsekretär RKZ, dem Thema des Dualen Systems der Katholischen Kirche in der Schweiz.

Programm der Vorlesungen

  • 12. November 2019 – Erwin Tanner: Die (porösen) Säulen des Dualen Systems
  • 19. November 2019 – Daniel Kosch: Demokratisch – solidarisch – föderalistisch: Staatskirchenrechtliche Körperschaften im Dienst der Kirche
  • 3. Dezember 2019 – Daniel Kosch: Staatskirchenrechtliche Körperschaften und Kirchenreform in spätmoderner Gesellschaft
  • 10. Dezember 2019 – Erwin Tanner: Die (offenen) Grenzen des Dualen Systems
  • 17. Dezember 2019 – Salvatore Loiero, Erwin Tanner, Daniel Kosch: Podiumsdiskussion: Pastoral und das Duale System auf schweizerischer Ebene: Erfahrungen und Einschätzungen

Die Vorlesungen finden jeweils am Dienstag von 10:15-12:00 an der Universität Fribourg, Avenue de l'Europe 20, im Vorlesungssaal MIS 3111 statt.

Programmflyer



Die Lebendigkeit und das Engagement vor Ort fördern

«engagement-lokal»: Projektausschreibung

Die Lebendigkeit von Gemeinden, Städten, Regionen und Quartieren hängt stark vom freiwilligen Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner ab. Um das Engagement und die Lebendigkeit vor Ort wirksam und langfristig garantieren und fördern zu können, bedarf es jedoch gezielter Anstrengungen.

Das Projekt «engagement-lokal» fördert Orte mit 5'000 bis 50'000 Bewohner*innen 3 Jahre lang beim Entwickeln von lokalen Strategien und Projekten im Freiwilligenbereich. Mit «engagement-lokal» werden neue Rahmenbedingungen für das lokale Engagement geschaffen: Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft wirken gemeinsam auf Augenhöhe. Entsprechend können sich Gemeinden, Vereine, KMU oder Filialen von grossen Unternehmen bis am 31.1.2020 für das 3-jährige Förderprojekt bewerben.

Das Projekt wurde von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) initiiert und wird von 15 Schweizer Dachorganisationen getragen.

Weitere Informationen und die Ausschreibung finden Sie auf der Webseite: www.engagement-lokal.ch

Medienmitteilung