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 Aktuell 

Der Kirchenbund wird 2020 zur Kirche

Aus dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) wird neu ab 2020 die «Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz» (EKS).

Die Abgeordneten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) haben an ihrer ausserordentlichen Versammlung vom 18. Dezember 2018 mit grosser Mehrheit eine neue Verfassung angenommen. Damit ist der Weg vom Dachverband zur Evangelisch-reformierten Kirche (EKS) geebnet. Mit der neuen Verfassung erhält die EKS den Auftrag «die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus durch Wort und Sakrament, Diakonie und Seelsorge, Erziehung und Bildung». Im Zentrum der Neustrukturierung stehen:

die Nationale Synode
Die heutige Abgeordnetenversammlung wird in eine nationale Synode umgewandelt und unterstreicht so den kirchlichen Charakter des Gremiums.

die Dreigliedrige Leitung
Neu wird die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz eine dreigliedrige Leitung haben: synodal (durch die nationale Synode, das oberste Organ), kollegial (durch den Rat) und personal (durch die Präsidentin, den Präsidenten der EKS). Dem Ratspräsidenten kommt neben der personalisierten, neu auch eine geistlich verstandene Führungsrolle zu. Das Amt des Ratspräsidenten wird aber nicht wie ursprünglich vorgesehen nur Pfarrerinnen und Pfarrern vorbehalten sein.

die Konferenz der Kirchenpräsidien
Die Konferenz der Kirchenpräsidien (KKP, Organ mit allen Präsidentinnen und Präsidenten der Mitgliedkir-chen) wird neu institutionalisiert und erhält eine beratende Funktion.

die Förderung der Gleichstellung
Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz fördert die Gleichstellung der Geschlechter und sorgt für eine ausgewogene Vertretung der Geschlechter in den Gremien.

Die neue Verfassung tritt am 1. Januar 2020 in Kraft.



«Wir haben auch kirchenintern eine Scheu, über den Glauben zu sprechen»

Interview mit Daniel Kosch zum «Mission Manifest» auf kath.ch

Im Rahmen einer Tagung zum «Mission Manifest» (MM) hat Daniel Kosch, Generalsekretär der RKZ, zehn Anregungen zur Diskussion verfasst. Im Interview mit kath.ch erklärt er, wo das MM ihn herausfordert und in welchen Bereichen es vertieft werden müsste.

Zum Interview auf kath.ch →



Wer ist eigentlich Dominique Pittet (GE)?

Porträt über einen RKZ-Delegierten

Herr Pittet, seit genau 10 Jahren sind Sie Generalsekretär der Eglise catholique romaine à Genève (ECR-Genève). Wie hat sich die Katholische Kirche im Kanton Genf seit Ihrem Antritt verändert und wo sehen Sie ihre Stärken?

Seit meinem Amtsantritt hat sich die römisch-katholische Kirche in Genf (ECR-Genève) als Institution kaum verändert, ihre finanzielle Situation ein wenig. Trotz finanziellen Schwierigkeiten konnte die ECR-Genève vor allem ihre Präsenz gegenüber den Schwächsten verstärken. Ohne unsere Dienstleistungen gegenüber den Pfarreien zu vernachlässigen, haben wir eine Seelsorgestelle für Randständigen aufgebaut, um dort präsent zu sein, wo der Staat keine Hilfe mehr anbietet. Zudem haben wichtige Entscheidungen die finanzielle Sicherheit verbessert.

Was steht im nächsten Jahr besonders gross in der Agenda der ECR-Genève?

Die wichtigsten Ereignisse im kommenden Jahr sind sicher unsere Kampagne an Ostern, das Filmfestival «Il est une foi» mit dem Thema «SpirituElleS», bei welchem es um die Rolle der Frauen in der Kirche geht, oder eine Podiumsdiskussion an welcher u.a. die erste französische Rabbinerin, Pauline Bebe, und Christine Pedotti, Journalistin und Mitbegründerin der Conférence catholique des baptisé-e-s francophones (CCBF), teilnehmen werden. Hinzu kommt die Umsetzung der neuen visuellen Identität der ECR-Genève.

Im Kanton Genf sind Kirche und Staat getrennt, weshalb keine Kirchensteuern erhoben und keinerlei Staatsbeiträge entrichtet werden. Wie finanziert sich die ECR-Genève?

Die Finanzierung der ECR-Genève basiert auf fünf Säulen: 1. Mehrere Spendenaufrufe pro Jahr, bei welchen der Beitrag der ECR-Genève an die Allgemeinheit im Vordergrund steht. 2. Eine gewinnbringende Bewirtschaftung der kirchlichen Immobilien zur Erzielung eines nachhaltigen Einkommens. 3. Die bessere Bewirtschaftung des Anlagevermögens, als wesentlichen Beitrag für eine ausgeglichene Rechnung. 4. Die Sensibilisierung der Pfarreien im Umgang mit ihren finanziellen Mitteln, wobei die ECR-Genève die Löhne der Priester und angestellten Laien finanziert. 5. Die Freiwilligen, die im Dienst der katholischen Kirchen unseren Glauben unentgeltlich bekannt machen.

Und was sind bei dieser Art von Kirchenfinanzierung die grössten Herausforderungen für die ECR-Genève und ihren Generalsekretär?

Für die römisch-katholische Kirche in Genf besteht die grösste Herausforderung darin, ihre Dienstleistungen zu Gunsten der Gesellschaft auch künftig im bisherigen Umfang bereitzustellen. Damit das gelingt, dürfen unsere Spendeeinnahmen, welche 60% unserer Einkünfte ausmachen, nicht weiter sinken. Wie andere gemeinnützige Organisationen, spürt auch die ECR-Genève einen Spendenrückgang. Verstärken müssen wir unser Engagement mit Blick auf Erbschaften und Legate.

In Ihrer Funktion als Generalsekretär der ECR-Genève sind Sie Delegierter in der RKZ. Wie hat sich die RKZ aus Ihrer Sicht in den letzten 10 Jahren verändert und wo sehen Sie die Stärken der heutigen RKZ?

Aufgrund des zunehmenden Kostendrucks bei der Mehrheit der kantonalkirchlichen Organisationen spüre ich bei den Delegierten eine deutliche Veränderung bei der Einstellung bezüglich der wiederkehrenden Erhöhungen der RKZ Zielsumme. Früher standen wir meistens alleine da, wenn wir uns aufgrund unserer finanziellen Schwierigkeiten gegen eine Erhöhung der RKZ Zielsumme aussprachen. Mit den zunehmenden Kirchenaustritten und der damit verbundenen Gefahr geringerer Steuereinnahmen, plädieren auch andere kantonalkirchliche Organisationen dafür, neue Ausgaben durch Einsparungen an anderer Stelle zu kompensieren.

Weiter hervorheben möchte ich das bessere Verhältnis zwischen SBK und RKZ. Im dualen System ist es wichtig, dass jede Partei in seinem eigenen Tätigkeitsbereich und seiner eigenen Verantwortung respektiert wird.

Von 2014-2017 waren Sie zudem Mitglied der Finanzkommission der RKZ. Wo sehen Sie die künftig die grossen Herausforderungen in der Finanzierung der RKZ bzw. der nationalen Ebene?

Im Mittelpunkt stehen die Kirchensteuern und die Fähigkeit der RKZ, nicht nur ihre Mitglieder zu sensibilisieren, sondern vor allem die Kirchgemeinden, wo die Steuern eingehen. Zwar sind die Kirchensteuern in den letzten Jahren insgesamt um 9% gestiegen, jedoch weder linear noch in allen Kantonen. Zudem wird es in der Zukunft notwendig sein, den Grundsatz neue Ausgaben durch Einsparungen zu kompensieren konsequent anzuwenden, um nicht Gefahr zu laufen, dass einige Mitglieder die finanzielle Solidarität innerhalb der RKZ in Frage stellen. Ein neuer Start?

Eine Finanz- und Fundraisingkommission, Förderung der Marke «RKZ» und Entwicklung der Projektfinanzierung durch Stiftungen und Grossspender.

Wenn Sie einen Wunsch an die Schweizer Bischofskonferenz richten könnten: Was würden Sie sich wünschen?

Die Beziehung zwischen SBK und RKZ hat sich deutlich verbessert. Es besteht eine echte Bereitschaft zur Zusammenarbeit unter Wahrung der gegenseitigen Zuständigkeiten. Ohne den Willen beider Parteien, wäre diese Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen SBK und RKZ nutzlos. Man ändert nicht über Nacht seine alten Gewohnheiten, jedoch verändert sich die Gesellschaft in allen Bereichen, da bildet unsere Kirche keine Ausnahme. Mein Wunsch ist es daher, dass die beiden Partner in diesem Wirkungsmechanismus nicht einen Machtverlust sehen, sondern sich daran freuen, gemeinsam Kirche zu gestalten und die ergänzenden Fähigkeiten des Partners zur Geltung zu bringen.

Wenn Sie wählen müssten, was ziehen Sie vor?

mit dem Pedalo um den Lac Leman – mit dem E-Bike durch die Weinregion Genf
«mit dem E-Bike durch die Weinberge»

Ein Fussballspiel im Parc des Princes in Paris – eine Oper im Teatro alla Scala in Mailand
«Oper in der Mailänder Scala»

eine festliche Weihnachtsmesse – einen Jazz-Gottesdienst
«Festliche Weihnachtsmesse»

einen guten Film im Fernsehen – eine spannende Politik-Sendung
«einen guten Film im Fernsehen»

Ferien auf der Insel – eine Reise zu den Spitzbergen
«Ferien auf der Trauminsel»



Basis-Lehrgang Kirchenmanagement 2019/2020

Vorankündigung Kursauschreibung

In Zusammenarbeit mit dem Verbandsmanagement Institut (VMI) der Universität Freiburg bietet die RKZ 2019/2020 wiederum einen Basis-Lehrgang «Kirchenmanagement» an. Der Kurs richtet sich an Personen, die in kirchlichen oder staats-kirchenrechtlichen Strukturen Führungsaufgaben wahrnehmen. Er wird 2019/20 bereits zum siebten Mal ausgeschrieben und vermittelt theoretische und praktische Kenntnisse eines modernen Managements, das an die Bedürfnisse der Kirche angepasst ist.

Der zweiteilige Basis-Lehrgang 2019/2020 findet vom 24. bis 26. Oktober 2019 und vom 23. bis 25. Januar 2020 statt.

Voranmeldung unter: info(at)rkz.ch



«Five up»

Unterstützung einfach organisiert

Mit «Five up» können freiwillige Engagements einfacher und spontaner organisiert werden. Ob für interne Aktivitäten oder den nächsten Gemeindeanlass – über eine App stehen alle Beteiligten miteinander in Kontakt. Praktisch, einfach, überall.

Die App wird aktuell gemeinsam mit Organisationen und Privatpersonen aus verschiedenen Einsatzbereichen getestet und weiterentwickelt. Die RKZ unterstützt dieses Startup in der Verbreitung ihrer App. Jetzt anmelden und die App unverbindlich ausprobieren!

Mehr erfahren →



Mehr Zeit für die Seelsorge

Leitungsassistenz – neue Funktion in der Kirche

ForModula qualifiziert ab sofort für eine neue Aufgabe in der Deutschschweizer Seelsorge: «Leitungsassistentinnen und -assistenten» sollen Pfarrer oder Leitungspersonen vor allem grösserer Seelsorgeeinheiten bei der Administration unterstützen. Das hat die Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz (DOK) an ihrer letzten Sitzung beschlossen. Demnach beschreiben zwei Module die kirchliche Standardqualifikation für das neue Tätigkeitsprofil. Das Bildungsangebot richtet sich an Personen, die in der Wirtschaft eine ähnliche Verantwortung getragen haben, aber auch an Pfarreisekretärinnen und -sekretäre, die über Weiterbildungen die nötige Fachkompetenz mitbringen. Ihre Mitarbeit in den komplexen Strukturen macht den Seelsorgenden bestenfalls den Blick wieder freier für das «Eigentliche» im Dienst an den Menschen und dem Evangelium.

Mehr zum Funktionsprofil
Mehr zum Ausbildungskonzept
Mehr zum Modulangebot des TBI

Medienmitteilung Bildungsrat vom 21. November 2018



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Was passiert mit der katholischen Kirche?

Die Kirchenstatistik der Schweiz drängt zu Veränderungen

Die aktuellen Zahlen zur Kirchenstatistik zeigen ein durchwachsenes Bild der katholischen Kirche in der Schweiz. Auf der einen Seite gehören der katholischen Kirche dank des Bevölkerungswachstums über drei Millionen Gläubige an. Auf der anderen Seite zeigt sich jedoch auch, dass sich das Mitgliederverhalten bzw. die Inanspruchnahme kirchlicher Angebote verändert. Diese Beobachtungen fordern die Kirche heraus, Veränderungen nicht nur passiv zu ertragen, sondern aktiv und gestaltend auf sie zu reagieren.

Medienmitteilung Kirchenstatistik SPI vom 15. November 2018

Kirchenstatistik des SPI online →



Kirchliche Freiwilligenanimation

ForModula Berufsfelderweiterungen

Wer einen Fachausweis von ForModula hat, kann zukünftig auch weitere Aufgaben in der Seelsorge übernehmen. Jugendarbeitende sowie Katechetinnen und Katecheten sollen ihr Berufsfeld auf «Kirchliche Freiwilligenanimation» ausdehnen können. Diese neue Funktion haben die Bischöfe und Generalvikare am 30. Oktober 2018 in der Deutschschweizerischen Ordinarienkonferenz (DOK) auf Antrag des Bildungsrates eingeführt. Je nach Vorbildung vermittelt ForModula mit drei bis fünf Modulen ab 2019 die nötigen Kompetenzen – ergänzt durch den Lehrgang «Freiwilligen-Koordination» des Vereins «benevol».

Mehr zum Funktionsprofil «Kirchliche(r) Freiwilligenanimator(in)»
Mehr zum Modulangebot des TBI

 

 



Dual Stark

Animationsfilm zum dualen System in der katholischen Kirche in der Schweiz